MWC Barcelona 2017: Alles rund ums Smartphone

© Foto Fraunhofer IOF

Visualisierung der 20 Megapixel-Kamera von facetVISION, welche die Dicke aktueller Smartphones halbiert.

Das Fraunhofer IOF stellt in diesem Jahr auf dem Mobile World Congress (MWC) eine ultradünne Kamera vor, die bei einer Dicke von nur 3,5mm eine Auflösung von 20 Megapixeln erreicht und auf dem Facettenaugenprinzip basiert. In Anlehnung an das Vorbild aus der Natur haben die Forscher ihr Mini-Kamera-Konzept facetVISION genannt.

Der vorgestellte Ansatz, mehrere kleine Linsen nebeneinander in der Smartphone-Kamera zu platzieren, ist insbesondere für die Entwicklung superdünner Smartphones von Bedeutung. Üblicherweise sind Kameras dicker als das übrige Smartphone, weshalb sie aus der Fläche herausragen. Die Hersteller nennen dies den »Camera-bump« – die unästhetische »Kamera-Beule«. Die Kameraoptiken für Smartphones werden jedoch nicht auf Wafern, sondern im Kunststoff-Spritzguss gefertigt. Bei diesem Verfahren wird heißer flüssiger Kunststoff wie bei einem Waffeleisen in die Form gebracht. Roboter setzen die fertigen Linsen dann in die Smartphone-Kamera ein.

Der Mobile World Congress (MWC) in Barcelona gilt als Europas größte Messe für Handy-, Smartphone- und Tablet-Hersteller. Vier Tage lang präsentieren rund 2000 Aussteller, unter ihnen hochrangige Vertreter der Mobilfunkindustrie wie Huawei, Samsung oder LG, technische Neuerungen und Innovationen aus den Bereichen Geräte und Mobile Apps. Das Team rund um Projektleiter Dr. Andreas Brückner ist noch bis Donnerstag, 2. März in Barcelona vor Ort, um über Neuigkeiten aus dem Projekt zu informieren (Halle 7, Stand 7G31).

Weiterhin testet die Projektgruppe Innovationsforschung 3Dsensation (»Innofo3D«) mit Marcel Drescher und Dr. Reinhold Pabst neue Innovationsformate, Wettbewerbsprogramme und Netzwerkaktivitäten für Start-ups auf der Begleitkonferenz und Businessplattform 4YFN. Auf diesem Innovationsmarkt treffen die Akteure digitaler Industrien zusammen, um sich zu vernetzen und inspirieren zu lassen und gemeinsame Innovationsaktivitäten anzuregen.