Drucken funktionaler Materialien


Das Drucken funktionaler Materialien ist ein ressourcenschonendes Verfahren, mit dem
u. a. bereits Polymerelektronik, organische LED, Solarzellen und Verdrahtungsstrukturen hergestellt werden. Es wird als zukunftsfähiges Fertigungsverfahren angesehen. Als lokal generatives Strukturierungsverfahren ermöglicht es, funktionale Materialien genau dort aufzubringen, wo diese benötigt werden.

Am Fraunhofer IOF werden Technologien zum Drucken von Verdrahtungsstrukturen aus Silber und Gold sowie aktorisch wirksamer Materialien untersucht. Letztere sind elektroaktive Polymere, die in einem elektrischen Feld aufgrund ihrer piezoelektrischen Eigenschaften das Volumen ändern und somit Deformationen bzw. Bewegungen hervorrufen können. Werden solche elektroaktiven Polymere zwischen leitfähige Elektrodenstrukturen gedruckt, können planare, sich verformende Geometrien hergestellt werden. Interessant ist dies zum Beispiel für optische Anwendungen wie OLED und Solarzellen, da dort mikrooptische Strukturen aktiv bewegt werden können, etwa um die Beleuchtungsqualität oder die Lichtausbeute gezielt zu beeinflussen. Aber auch in Life Science-Anwendungen wie Lab-on-Chip-Systemen zur patientennahen Diagnostik sind gedruckte aktorische Strukturen von Interesse, zum Beispiel für chipintegrierte Pumpen und Ventile.