Lego, Licht und Laserschwerter - Großer Besucherandrang am Fraunhofer IOF bei der Langen Nacht der Wissenschaften 2017

Besucherinnen der LNDW 2017 betrachten ein 3D-CGH des Fraunhofer IOF.

Ein hohes Interesse erweckte auch der deformierbare Spiegel für die aktive Beeinflussung der Laserwellenfront.

Es war eine Nacht der Superlative: Nie war eine Lange Nacht der Wissenschaften regenreicher - und dennoch wurden noch nie mehr Besucher verzeichnet. Mehr als 9.000 Neugierige waren am vergangenen Freitag in den zahlreichen Laboren, Instituten und Unternehmen der Lichtstadt auf Entdeckungstour. Nach vier Jahren Pause hat sich gezeigt, dass der Wissensdurst der Jenenserinnen und Jenenser noch immer ungebrochen ist.

Auch das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF öffnete am 24.11.2017 seine Türen und brachte wortwörtlich Licht ins Dunkel. Bis Mitternacht hatten die Besucher die Gelegenheit, Exponate zu den Themen »Abenteuer Weltraum«, »Natur als Vorbild«, »Licht und Mobilität« sowie zur »Mensch-Maschine-Interaktion« zu bestaunen und selbst dabei aktiv zu werden. Die Passanten wurden dabei mit einem ganz besonderen Highlight empfangen: Für sie wurde buchstäblich der Teppich ausgerollt - allerdings nicht aus rotem Samt, sondern aus Licht. Möglich wurde dies durch winzige Mikroprojektoren, die am Fraunhofer IOF entwickelt wurden und seit 2015 serienmäßig im neuen BMW 7er als Lichtteppich integriert sind.

Im Foyer des Instituts konnten Forschungsbegeisterte anschließend Einblicke in die vielfältigen Anwendungsbereiche der Optik erhalten. Unter dem Motto »Abenteuer Weltraum« wurden beispielsweise optische Instrumente der Astronomie präsentiert – vom alten Fernrohr bis hin zu innovativen Freiformoptiken, die bereits heute auf Satelliten um die Erde kreisen und neue Erkenntnisse über unseren Planeten und den Weltraum liefern.

Ein besonderer Andrang herrschte beim Themenschwerpunkt »Mensch-Maschine-Interaktion«: Hier konnte jeder selbst aktiv werden und ausprobieren, auf welche Weise man mit Robotern interagieren kann. Eine 3D-Kamera bildete Besucher in Echtzeit und irritationsfrei ab und zeigte, wie Maschinen schon heute sehen können; ein kleines Stück weiter führte Publikumsliebling Roboter »Nao« seine Fähigkeiten und Reflexe vor. In einer Roboterschule konnten Kinder hingegen selbst die Kontrolle übernehmen und mithilfe der Lego-Roboterin ROBERTA spielerisch Grundlagen der Programmierung erlernen.

Spannende Vorträge, in denen Laserschwerter erklärt oder Gurken zum Leuchten gebracht wurden, sowie eine Fotowand rundeten ein buntes Programm ab, welches trotz des schlechten Wetters ca. 3000 Besucher am Fraunhofer IOF sowie dem Institute of Applied Physics (IAP) begeisterte.