Eine Vielzahl von Oberflächen wird unter extensiver Verwendung von Chemikalien gereinigt. Beispiele dafür im Bereich Glasoberflächen sind u.a. Fensterscheiben, Duschkabinen, Spiegel und Optikkomponenten im Innen- und Außeneinsatz. Dies belastet in hohem Maße die Umwelt und könnte durch den Einsatz von Oberflächen mit einstellbaren Benetzungseigenschaften, bis hin zur Selbstreinigung, erheblich reduziert werden.

Design und Analyse funktionaler Oberflächenstrukturen: Hydrophobie, Oleophilie, etc.

Das Benetzungsverhalten optischer und technischer Oberflächen spielt für deren funktionelle Eigenschaften oft eine entscheidende Rolle. Beispiele sind selbstreinigende superhydrophobe optische Oberflächen (z. B. Architekturglas) und technische Oberflächen mit optimaler oleophiler Benetzung (z. B. hochbeanspruchte Maschinenbauteile).

Die Benetzung einer Oberfläche wird neben ihrer chemischen Natur wesentlich durch ihre Rauheit bestimmt. Zur technologischen Realisierung muss daher eine spezifische Oberflächenstruktur erzeugt werden. Am Fraunhofer IOF wurde eine Methode entwickelt, die durch Rauheitsanalyse und Datenauswertung einen Zusammenhang zwischen Rauheitsstrukturen und Benetzungseigenschaften herstellt.

Zur Charakterisierung der Benetzungseigenschaften wird ein Kontaktwinkelmesssystem eingesetzt. Das modulare System ermöglicht automatische Tropfendosierungen, Probenneigung für Abroll- und Abgleitversuche, definierte Heizung von Oberfläche und Prüfflüssigkeit sowie umfassende Möglichkeiten der Messdatenerfassung zur statischen oder dynamischen Kontaktwinkelanalyse.