Plasmonik

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Metallische Nanoringe mit Durchmessern kleiner 100 nm besitzen plasmonische Resonanzen, die zu unterschiedlichsten Farbeffekten führen. Diese Resonanzen basieren auf kohärenten Schwingungen der Leitungselektronen, die bis in den visuellen Spektralbereich reichen. Die Form dieser Resonanzen wird durch gezielte Strukturierung kontrolliert.

Die Ringe werden mittels Elektronenstrahllithographie hergestellt. Durch Einsatz geeigneter Ätz- und Metallisierungstechnologien werden sie mit geringem Aufwand realisiert.

Um den Herstellungsaufwand weiter zu reduzieren, ist ein Wechsel auf andere Lithographiearten möglich. Hierfür wird die auf Selbstorganisation beruhende Block-Copolymer-Nanolithographie verwandt.

Der entwickelte Prozess ermöglicht die Bereitstellung von Nanomaterialien sowohl für die Forschung als auch für industrielle Applikationen (Farbfilter für Sensoren).

In Zukunft werden auch andere Geometrieformen generiert. Damit wird die Darstellung von komplexeren Metamaterialien, wie z. B. Negativ-Index-Materialien, möglich. Der Prozess wird zur Herstellung von Volumenmaterialien weiterentwickelt.