Jena / Strasbourg | 22. April 2026
Friedrich Möller auf der SPIE Photonics Europe geehrt
Jena / Strasbourg | 22. April 2026
Friedrich Möller vom Fraunhofer IOF ist auf der SPIE Photonics Europe mit dem Best Student Paper Award ausgezeichnet worden. Prämiert wurde seine Forschung zu polarisationserhaltenden Faserverstärkern, die neue Wege für leistungsstarke und zugleich polarisationsstabile Faserlasersysteme eröffnet.
Auf der diesjährigen SPIE Photonics Europe, der führenden europäischen Konferenz für Forschung und Entwicklung im Bereich der Optik und Photonik, wurde Friedrich Möller, Wissenschaftler in der Abteilung Laser- und Fasertechnologie am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF, mit dem Best Student Paper Award geehrt.
Vergeben wurde die Auszeichnung im Rahmen der Konferenz »Fiber Lasers and Glass Photonics: Materials through Applications V«. Dort präsentierte Möller seine Arbeit unter dem Titel »Simultaneous suppression of TMI and SBS in polarization maintaining fiber amplifiers«. Mit seinem Beitrag überzeugte er die Jury durch einen neuartigen Ansatz für den Betrieb polarisationserhaltender Faserverstärker.
Faserlasersysteme mit hoher Durchschnittsleistung sind für zahlreiche industrielle und sicherheitsrelevante Anwendungen von großer Bedeutung – vom präzisen Schneiden von Stahl bis hin zur Satellitenkommunikation. Doch es gibt physikalische Grenzen: Ab einer gewissen Intensität entstehen in der Glasfaser störende Effekte, die den Laserstrahl instabil machen und die Systemintegrität gefährden. Eine zentrale Herausforderung besteht daher darin, solche thermischen und optische nichtlinearen Effekte zu begrenzen, um die Leistungsfähigkeit solcher Systeme zu gewährleisten.
In seiner Arbeit demonstriert Möller ein neuartiges Laserkonzept, das eine Verdopplung bisheriger Leistungsgrenzen von Faserlasersystemen ermöglicht. Gleichzeitig wird ein polarisationsstabiler Ausgangsstrahl mit einer hohen Spektraldichte sichergestellt. Anstatt das Licht wie üblich nur über einen Lichtleitpfad durch die polarisationserhaltende Faser zu schicken, nutzt der Forscher beide natürlichen Vorzugsrichtungen der Glasfaser gleichzeitig. Auf diese Weise lassen sich störende Effekte gezielt unterdrücken. Das neue Konzept hat Möller bei Ausgangsleistung von etwa 2 kW mit spektralen Linienbreiten unter 30 GHz demonstriert. Aus der breiten Übertragbarkeit dieser Methodik auf bereits optimierte Lasersysteme eröffnen sich neue Perspektiven für polarisationsstabile Fasersysteme höchster Leistungsklassen.