An diesem Potenzial setzt das Forschungsprojekt MULTIMA an. Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF entwickelt darin mit den Projektpartnern der ams Sensors Germany GmbH, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und dem Zentrum für Bild- und Signalverarbeitung e.V. Ilmenau eine besonders kompakte multispektrale Bildgebungstechnologie, die mehr und präzisere Informationen erfassen soll als herkömmliche Kameras.
Solche multispektralen Bildgebungstechnologien (MSI) erfassen neben üblichen Farben wie Rot, Grün oder Blau zusätzliche Lichtbereiche, zum Beispiel Infrarot (IR) oder Ultraviolett (UV). »Derzeit verfügbare MSI-Systeme stoßen jedoch an ihre Grenzen hinsichtlich des realisierbaren Dynamikbereichs. Das heißt der Unterscheidung sehr heller und dunkler Bereiche sowie bei der Anpassung an die spezifischen Praxisanforderungen zur unter anderem Bildqualität, Geschwindigkeit oder Baugröße,« erklärt Corona Schmalian, Forscherin am Fraunhofer IOF und Projektleiterin für MULTIMA, die Hintergründe des Vorhabens. »Mit MULTIMA wollen wir genau diese Herausforderungen angehen.«