MOC2020: Fraunhofer IOF veranstaltet internationale Mikrooptik-Konferenz in Jena

Jena / 4.3.2020

Update vom 30. März 2020: Veranstaltung wurde abgesagt und auf 2022 in Jena verschoben
In den letzten Dekaden haben mikrooptische Technologien enorme Fortschritte gemacht und konnten in vielfältige Anwendungsbereiche vorstoßen. Insbesondere der Automotive-Sektor profitiert von den effizienten und kompakten Optiken, da die Größe der Bauteile meist stark begrenzt ist und die Energiebilanz von Fahrzeugen kontinuierlich optimiert werden muss. Diese und weitere Anwendungen für Mikrooptiken werden vom 24. bis 26. September 2020 von internationalen Fachleuten auf der Microoptics Conference MOC2020 in Jena diskutiert, die dieses Jahr zusätzlich ihr 25-jähriges Jubiläum feiert.

Bereits im Jahr 2004 war die Saalestadt Jena auf Vorschlag der Schirmherren von der Japanischen Gesellschaft für Angewandte Physik als Veranstaltungsort für die internationale Microoptics Conference MOC (MOC‘04) ausgewählt worden. Dieses Jahr wird ihr erneut die Ehre zuteil: Vom 24. bis 26. September 2020 laden das Fraunhofer IOF und die European Optical Society zum 25-jährigen Jubiläum wiederholt nach Jena ein, um neue Ergebnisse, Anwendungen und Herausforderungen der Mikrooptik zu diskutieren.

Die Microoptics Conference MOC findet im jährlichen Wechsel in Japan und anderen Ländern statt, koordiniert durch die Microoptics Group der Japan Society of Applied Physics. Seit vielen Jahren verbucht die Konferenz steigende Besucherzahlen und ist zu einem zentralen Forum für Mikrooptik avanciert. Zuletzt nahmen rund 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt an der dreitägigen, international renommierten Veranstaltung teil. Erwartet werden Gäste aus Japan, den USA und vielen europäischen Ländern.

Blick ins Tal über Jena.
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Bereits zum zweiten Mal findet die Microoptics Conference MOC in Jena statt.

Mikrooptiken für Automotive-Technologien

Die Vorträge und Workshops der Microoptics Conference MOC2020 (»MOC2020«) umfassen neben Beiträgen zu mikro- und nanooptischer Grundlagenforschung auch eine Vielzahl konkreter Anwendungsbereiche – von neuen Design- und Herstellungsverfahren mikrooptischer Bauelemente bis hin zu anwendungsreifen optischen Systemen in den Bereichen Kommunikation, Beleuchtung und Quantensysteme. Weitere Beiträge der Konferenz beschäftigen sich mit Mikrooptiken für Messverfahren und Sensorik, sowie für dynamische und funktionale Bauteile wie MEMS, Schalter oder Modulatoren.

Die Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer IOF präsentieren auf der Konferenz erstmals ihre gebündelte Expertise in der Fertigung effizienter und kompakter Mikrooptiken für den hart umkämpften Automotive-Sektor. Dieser profitiert besonders von den Mini-Linsen, da die Anforderungen an Lichtleistung und Funktionalität hier besonders hoch sind. Neben streng definierten Baugrößen sind es vor allem Auflagen zur Verbesserung der Energiebilanz im Fahrzeug, die die Akzeptanz für den Einsatz optischer Systeme im Auto definieren. So ist es den Jenaer Experten gelungen, die Grenzen etablierter Optiktechnologien für Kfz-Scheinwerfer zu überwinden und hinsichtlich Miniaturisierung, Effizienz und Design signifikant zu verbessern. Vorgestellt u.a. werden ein Array-Projektionsansatz, ein blendenfreier Optikansatz und ein Fernlichtdemonstrator.

 

MOC2020: Call for Papers offiziell gestartet

Neben regulären Plenar- sowie eingeladenen Keynote-Vorträgen wird es zudem Kurzvorträge und Postersitzungen geben, in denen ausgezeichnete Beiträge präsentiert werden.

 

Bisher bestätigte Program- und Conference Chairs sind:

  • Prof. Dr. Tetsuya Mizumoto (Tokyo Institute of Technology)
  • Prof. Dr. Uwe. D. Zeitner (Fraunhofer IOF)
  • Prof. Dr. Satoshi Iwamoto (University Tokyo)
  • Prof. Dr. Heidi Ottevaere (Vrije University Brussel)