Aktive Optik

Die aktive Beeinflussung der Laserwellenfront in einem optischen System erlaubt die Systemeigenschaften gezielt zu verbessern. Dafür werden am Fraunhofer IOF verschiedene deformierbare Spiegel und aktive Fassungen entwickelt:

  • Schnelle Fokusspiegel mit kurzen Brennweiten
  • Unimorphe Spiegel mit > 40 Aktoren
  • Orthogonal zur Oberfläche aktivierte deformierbare Spiegel
  • Passive Spiegelfassungen für unimorphe Spiegel mit großen Aperturen
    (258 mm x 258 mm)
  • Aktive Fassungen für Spiegel und Gitter mit großen Aperturen

Die Kompetenz des Instituts liegt hier besonders in der Auslegung der Spiegel abhängig von ihrer Anwendung. Die mit Hilfe von FEM-Programmen entwickelten Designs werden aufgebaut und evaluiert. Dafür werden spezielle Vorrichtungen mit Hochleistungslasern, Wellenfrontsensoren und scannendem Vibrometer genutzt.

Unsere Expertise im Bereich Wellenfrontmessung und Spiegelauslegung wird in einem Kooperationsprojekt zusammen mit dem IQOQI in Wien und der Fa. NightN. Ltd aus Russland genutzt. In diesem Projekt werden wir eine Fasergekoppelte Quelle für eine sichere Quantenkommunikation mit verschränken Photonen optimieren.

Neben diesen Spiegelentwicklungen werden auch adaptiv-optische Systemsdesigns vorangetrieben. Aktuell wird ein Breadboard zur Evaluation von Laserkommunikation zwischen einer optischen Bodenstation und einem geostationären Satelliten aufgebaut. Diese Entwicklung findet im Rahmen des Startiger-Projektes für die ESA statt.

In einem weiteren ESA-Projekt, Space Telescope Optical Image Corrector STOIC, soll eine adaptive Optik zum Ausgleich von Störungen in Weltraumteleskopen aufgebaut werden.

Im Rahmen des von der Thüringer Aufbaubank geförderten Verbundprojekts GRINeMotion entwickeln wir gemeinsam mit Grintech, Piezosystem Jena und der Universität Jena endomikroskopische Systeme mit Scan-,  Fokussier- und Zoomfunktion. Im Mittelpunkt dieser Entwicklung stehen für uns die Konstruktion eines anwendungsspezifischen Gehäuses sowie die Integration des miniaturisierten opto-mechatronischen Systems anhand eines individualisierten Montage- und Justageverfahrens. Das Projekt soll 2019 mit der Vorstellung der Demonstratoren abgeschlossen werden.