Neues Ausbildungsprogramm zwischen Jena und Delft verabschiedet

6. September 2018 | Technische Universität Delft

v.l. Prof. Michael Totzek (Carl Zeiss AG), Prof. Andreas Tünnermann (Fraunhofer IOF), Prof. Herbert Gross (Uni Jena), Bodo Ramelow (Ministerpräsident Thüringens), Prof. Tim van der Hagen (Präsident TU Delft), Prof. Jos Keurentjes (TNO) und Dr. Maarten Voncken (ASML) unterzeichnen die Absichtserklärung für das gemeinsame Ausbildungs-programm für exzellente Nachwuchs-forscherinnen und -forscher.

Die Abbe School of Photonics der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) und die Technische Universität Delft richten ein gemeinsames Ausbildungsprogramm für exzellente Nachwuchsforscherinnen und -forscher ein. Im Rahmen einer Delegationsreise unterzeichneten heute Bodo Ramelow, Ministerpräsident Thüringens, und die Vertreter der beteiligten Forschungseinrichtungen die Absichtserklärung. Unter ihnen war auch Prof. Andreas Tünnermann, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik.

Vor knapp einem Jahr wurde während des Besuchs des niederländischen Königspaares in Jena die Intensivierung der deutsch-niederländischen Forschungskooperation vereinbart. Vertreter der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) und der Technischen Universität Delft haben heute als konkrete Maßnahme dazu ein Memorandum zur Einrichtung eines gemeinsamen Ausbildungsprogramms für Nachwuchsforscherinnen und -forscher unterzeichnet. Das Treffen fand im Beisein des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelows statt, der vom 5. bis 7. September 2018 Brüssel und die Niederlande besucht.

Zu den Mitunterzeichnern gehören neben der FSU Jena und der TU Delft auch das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF), die niederländische Organisation für Angewandte Naturwissenschaften (TNO) sowie zwei Industriepartner: die ZEISS AG sowie die niederländische ASML BV. »Die beiden Standorte Delft und Jena haben gleichermaßen einen exzellenten Ruf in der Disziplin der Photonik. Im Rahmen der strategischen Kooperation werden wir die beide Standorte durch gemeinsame Projekte und den wissenschaftlichen Austausch zwischen Forschern und Studierenden weiter stärken«, sagte dazu Prof. Andreas Tünnermann, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF sowie des Instituts für Angewandte Physik der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
 

Binationales Ausbildungsprogramm für exzellenten Wissenschaftsnachwuchs

 

In Vorbereitung ist aktuell zum einen ein kooperativer Masterstudiengang für Photonik im Bereich moderner Bildgebungsverfahren und Quantentechnologien, der die Curricula beider Universitäten in diesem Fach komplementär verzahnt. Zum Wintersemester 2019/20 sollen die ersten Studierenden ihr Studium aufnehmen. Jeweils ein Jahr studieren sie in Jena und eins in Delft. Zum anderen etablieren die beiden Universitäten ein binationales Graduiertenkolleg, das die Promovierenden ebenfalls an jeweils beide Forschungsstandorte führt.

Der wissenschaftliche Schwerpunkt der Forschungskooperation liegt im Themenbereich der modernen Optik und umfasst die Bereiche der Bildgebung sowie Quantentechnologien. Inhaltlich wollen beide Universitäten eng mit den Industriepartnern zusammenarbeiten, die ihrerseits ihre Expertise in die Curricula einbringen. Die enge Verbindung des Fraunhofer IOF zum Institut für Angewandte Physik der Universität Jena sowie zu regionalen Industriepartnern soll zukünftig als Schnittstelle für den Transfer zwischen Grundlagenforschung und Industrieller Anwendung dienen. Durch die langjährige Erfahrung in der angewandten Optikforschung kann das Institut außerdem durch ein besonderes Maß an Fachexpertise zum Erfolg der Kooperation beitragen.