Prof. Andreas Tünnermann zum Fellow der “Optical Society of America (OSA)” berufen

Datum / 2.2.2010

Prof. Dr. Andreas Tünnermann, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF und Direktor des Instituts für Angewandte Physik der Friedrich-Schiller-Universität Jena wurde für seine herausragenden Arbeiten und seine Führerschaft auf dem Gebiet der Entwicklung von Hochleistungs-Festkörper- und – Faserlasern sowie seine Pionierleistungen in der Laser-Mikrobearbeitung von der „Optical Society of America“, der optischen Gesellschaft von Amerika, zum OSA-Fellow 2010 berufen.

Prof. Dr. Andreas Tünnermann
Prof. Dr. Andreas Tünnermann
Prof. Andreas Tünnermann und Igor Tsybin im Faserlaserlabor

Die Optical Society of America (OSA) wurde 1916 gegründet und vereint Wissenschaftler,  Ingenieure, Techniker, Lehrende und Unternehmer, die auf dem Gebiet der Optik/Photonik forschen und arbeiten. Die OSA hat 15500 Mitglieder aus 95 Ländern.

Mission der OSA ist es, die Generierung, Anwendung  und Bewahrung von Wissen auf dem Gebeit der Optik/Photonik zu fördern und das Wissen weltweit zu verbreiten. Die Zielsetzungen der Gesellschaft betreffen Wissenschaft, Technik und Ausbildung.

Forschungsschwerpunkte von Andreas Tünnermann liegen auf dem Gebiet der Erzeugung und Kontrolle von Licht. Insbesondere die internationale Entwicklung auf dem Gebiet der sogenannten all-solid-state-Laser, d.h. von durch Diodenlaser angeregten Festkörperlasern, wurde durch die wissenschaftlichen Arbeiten von Andreas Tünnermann entscheidend mit geprägt. Wegweisend sind insbesondere die Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Faser- und Wellenleiterlaser. Auf der Grundlage neuartiger Faserlaserkonzepte demonstrierte er die Skalierung der Ausgangsleistung bei gleichzeitiger Erweiterung der Emissionsbereiche derartiger Wellenleiterlaser. Neuere Arbeiten auf diesem hochaktuellen Gebiet beschäftigen sich mit der Skalierung bis in den multi-kW-Bereich. Pionierarbeit leistete Andreas Tünnermann aber auch auf dem Gebiet der ultraschnellen Optik. So konnte er in seiner Arbeitsgruppe die schädigungsarme präzise Strukturierung von Werkstoffen unter Anwendung von ultrakurzen Pulsen demonstrieren. Derzeit wird in Kooperation mit Industrieunternehmen geprüft, inwieweit diese Technik in die Fertigung übernommen werden kann.

Andreas Tünnermann ist Autor von mehr als 250 Publikationen in renommierten internationalen Journalen.

Für seine Arbeiten wurde Andreas Tünnermann mehrfach geehrt, so mit dem Röntgenpreis 1997 der Justus-Liebig-Universität Gießen, dem Preis der wissenschaftlichen Gesellschaft für Lasertechnik 1998, dem Otto-Schott-Award 2003, dem Leibinger Innovation Award 2004 und demGottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2005.