Ministerpräsidentin Lieberknecht trifft Thüringer Optik-Branche

Datum / 11.7.2013

Am Donnerstag, dem 11. Juli traf Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht mit führenden Unternehmern und Wissenschaftlern der heimischen Optik-Branche zusammen. Sie informierte sich über die Initiative „Freeform Optics Plus“, die kürzlich den Zuschlag für eine Bundesförderung in Höhe von knapp 15 Mio. Euro erhalten hat. Damit entwickeln die Spezialisten aus acht Unternehmen und zwei Instituten in den nächsten drei Jahren neue freiformoptische Systeme.

Lieberknecht zeigte sich beeindruckt von der vertrauensvollen Zusammenarbeit in Jena und lobte die enge strategische Verbindung von Unternehmen, Instituten und Hochschulen: „Die Konzentration innovativer Akteure der Optik-Branche ist ein enormer Vorteil für die Region.“ Hier erwirtschaften mehr als 170 Unternehmen mit rund 15.000 Mitarbeitern einen Umsatz von knapp 3 Mrd. Euro.

Die Branche steht heute vor Herausforderungen im globalen Wettbewerb, nur durch Technologieführerschaft kann die Marktposition erhalten und weiter ausgebaut werden. An dieser Stelle setzt das gemeinsame Vorhaben Freeform Optics plus an. Andreas Tünnermann, Institutsleiter des Fraunhofer IOF bringt es auf den Punkt: „Es reicht zukünftig nicht aus, gute Linsen zu entwickeln, wir müssen von den Lösungen her denken und uns auch so präsentieren. Dann bleiben wir international wettbewerbsfähig.“

Die in Jena gegründete Allianz 3Dsensation ist dafür ein Beispiel. Hier wird die traditionsreiche Optik-Industrie mit Weltmarktführern in der Produktions-, Automobil- und Medizintechnik vernetzt. Ein Schwerpunkt liegt auf der 3D-Erfassung von Arbeitsschritten in Echtzeit. Die so gewonnenen Daten können dazu beitragen, dass Produktionsroboter Mitarbeiter wahrnehmen, Unfälle vermeiden und interagieren können. „Dadurch können Maschinen geschaffen werden, die den Menschen sicher erkennen und zum Beispiel in der Robotik oder der Logistik zum Einsatz kommen“, so Tünnermann. Die Allianz 3Dsensation bewirbt sich derzeit um eine Förderung durch das Bundesforschungsministerium im Programm Zwanzig20. Die erste Hürde dafür ist bereits geschafft, 3Dsensation zählt zu den 19 ausgewählten Konsortien, die ihr Konzept vor einer Jury präsentieren werden.