Neue Partnerschaft zwischen den Optik-Regionen Rochester und Jena

Jena / 15.9.2016

Mit der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding am 12. September in Rochester wurde die Partnerschaft zwischen den beiden führenden Optik-Regionen der Welt auf eine neue Ebene gehoben. Der Austausch wird intensiviert und auf beiden Seiten des Atlantiks werden Forschung und Industrie profitieren.

Bild: Die University of Rochester und die Friedrich-Schiller-Universität Jena unterzeichnen ein „Memorandum of Understanding“, um die Zusammenarbeit von Firmen und Universitäten in beiden Regionen zu intensivieren. In der ersten Reihe v.l.n.r.: Andrew Berger, Jane Gatewood , Wendi Heinzelman Walter Rosenthal, Claudia Hillinger und Tom Brown. In der zweiten Reihe v.l.n.r : Kevin Füchsel und Andreas Tünnermann. Physik Instrumente (PI) entwickelt in Zusammenarbeit mit dem  Fraunhofer IOF ein neues Aktoren-Konzept für die adaptive Optik  des European Extremely Large Telescope (E-ELT).
© Brandon Vick

Bild: Die University of Rochester und die Friedrich-Schiller-Universität Jena unterzeichnen ein „Memorandum of Understanding“, um die Zusammenarbeit von Firmen und Universitäten in beiden Regionen zu intensivieren. In der ersten Reihe v.l.n.r.: Andrew Berger, Jane Gatewood , Wendi Heinzelman Walter Rosenthal, Claudia Hillinger und Tom Brown. In der zweiten Reihe v.l.n.r : Kevin Füchsel und Andreas Tünnermann.

Die „Schwesterstädte“ Jena und Rochester (USA) haben viel gemeinsam: Hier wie da entwickelte sich seit dem 19. Jahrhundert eine optische Industrie samt Zulieferern. Während in Jena die Zusammenarbeit von Carl Zeiss und Ernst Abbe die Optikforschung maßgeblich voranbrachte, starteten in Rochester wenig später die lokalen Industriellen George Eastman (Eastman Kodak) und Edward Bausch (Bausch & Lomb) ein optisches Institut an der Universität. Seitdem gab es viele Veränderungen, heute sind beide Regionen enorm starke Standorte der optischen Industrie und Forschung.

Am 12. September 2016 unterzeichneten Delegationen aus Jena und Rochester ein Memorandum of Understanding, um die Zusammenarbeit mit Firmen und Universitäten in beiden Regionen zu intensivieren. Auf deutscher Seite wird die Initiative von der Friedrich-Schiller-Universität Jena, dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF sowie dem Thüringer Photoniknetzwerk Optonet e.V. getragen. Auf amerikanischer Seite stehen die University of Rochester und das Rochester Regional Photonics Cluster des lokalen Photonik-Netzwerks New York Photonics.

Für die Akademiker stehen bereits konkrete Projekte an: So sollen im Rahmen des ERASMUS-Programms Studenten ausgetauscht werden und Wissenschaftler der jeweils anderen Seite Gastvorlesungen halten. Unterstützt durch BMBF-Programme für die internationale Zusammenarbeit sind Entwicklungsprojekte zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen auf beiden Seiten geplant.

 

Gemeinsame wissenschaftliche Tagung geplant
 

Angestrebt wird auch die Etablierung einer gemeinsamen Tagung, Ausgangspunkt dafür könnte die Jenaer OptoNet Workshop „Ultra Precision Manufacturing“ sein. Die Veranstaltung, die am 21. September zum 8. Mal veranstaltet wird, erwartet in diesem Jahr 150 Experten aus aller Welt. Zum Start der neuen Partnerschaft brachten die Jenaer ein Geschenk mit: Sie haben ein computergeneriertes Hologramm als Exponat für das Rochester Museum and Science Center gebaut. Es zeigt die markante Skyline von Jena.

Zusammenfassend sagt der Direktor des Fraunhofer IOF und Leiter des Institutes für angewandte Optik der FSU, Professor Dr. Andreas Tünnermann, über die neue Initiative: „Durch die enge Vernetzung des Leistungszentrums Photonik in Jena und den Optikakteuren in Rochester in Fragen der Forschung und Ausbildung wird die Innovationskraft beider Standorte wesentlich gestärkt. Dies soll die Grundlagen für neue Produkte, insbesondere für die Märkte Information und Kommunikation sowie Mobilität und Produktion, schaffen.“