Sperrfrist bis telefonischer Freigabe! In einem Laserlabor des Instituts für Angewandte Physik der Friedrich-Schiller-Universität Jena experimentriert der Physik-Doktorand Felix Dreisow am Montag (27.04.2009) mit einem etwa zehn Zentimeter langen Lichtwellen-Leiter aus Glas, dessen optische Eigenschaften durch Behandlung mit einem sogenannten Femtosekundenlaser gezielt modifiziert wurde. Normalerweise sind Lichtstrahlen an gläsernen Wellenleitern nur an der Ein- und an der Austrittsfläche erkennbar, durch das von den Wissenschaftlern der Arbeitsgruppe "Ultraschnelle Optik" entwickelte Verfahren kann der genaue Weg eines Lichtstrahls durch einen Wellenleiter sichtbar gemacht und kontrolliert werden. Die praktische Anwendung für ihre Grundlagenforschungen sehen die Jenaer Physiker beispielsweise in der Telekommunikationstechnik oder bei bildgebenden Verfahren. Foto:Jan-Peter Kasper dpa/lth

Wellenleiteroptiken

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Das Fraunhofer IOF hat langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet der Entwicklung von Komponenten und Schaltungen der Wellenleiteroptik für verschiedene Einsatzfelder. Neben Anwendungen für die optische Signalübertragung und die Sensorik werden u. a. innovative Ansätze für die wellenleiterinterne Strahlformung von Breitstreifenlasern entwickelt.

Zur Wellenleiterherstellung stehen maskenbasierte sowie direktschreibende lithographische Verfahren für verschiedene Materialien zur Verfügung.

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Maskenbasiertes lithographisches Herstellungsverfahren

Die Standard-Herstellungstechnologie basiert auf der UV-Belichtung von Schichtstapeln aus organisch-anorganischen Hybridpolymeren oder anderen acrylatbasierten Materialien in einem Mask-Aligner.

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Direktschreibendes lithographisches Herstellungsverfahren

Das Direktschreibverfahren mit ultrakurzen Laserpulsen ermöglicht komplexe dreidimensionale Strukturen, die konventionelle Methoden nicht realisieren können. Einerseits ist die Realisierung der Wellenleiter in Polymeren durch Zwei-Photonenabsorption möglich, andererseits durch Direkteinschreiben in diverse Gläser oder Kristalle.

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Wellenleiterdesign, Wellenleitercharakterisierung und Funktionsanalysen

Für das Wellenleiterdesign werden kommerzielle und eigens entwickelte Software verwendet.

Zur Wellenleitercharakterisierung stehen m-Linienspektroskopie, Dämpfungsmessung sowie ein RNF-Messplatz zur Bestimmung der Brechzahlverteilung im Wellenleiterquerschnitt zur Verfügung.

Funktionsanalysen werden mit Quellen und Empfängern vom UV- bis zum NIR-Bereich vorgenommen.