Fraunhofer IOF auf der W3+

W3+ | 23. – 24. September 2026

Am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF werden photonische Technologien für ein breites Anwendungsspektrum entwickelt. Am 23. und 24. September präsentiert unser Institut seine neusten Entwicklungen auf der W3+ fair in der Sparkassen-Arena in Jena.

Besuchen Sie uns in Halle 1, Stand A3. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

Erfahren Sie auf dieser Seite mehr über unsere Messehighlights.

Highlights

Nahaufnahmen eines Primsmas, das Teil des Dispersers ist.
© Fraunhofer IOF
Der Disperser spaltet das von der Erde reflektierte Licht auf.

Die CO2M-Mission der ESA soll künftig CO2-Emissionen weltweit messen. Für die Mission hat das Fraunhofer IOF einen einzigartigen Disperser für das Spektrometer an Bord entwickelt. Dieser ermöglicht hochauflösende, quantitative Messungen von Treibhausgasen in der Erdatmosphäre und liefert somit verlässliche Daten für Klimaschutz und -Monitoring. Ermöglicht werden diese hochpräzisen Messungen durch die im Disperser verbauten optischen Gitter, die am Fraunhofer IOF in Jena hergestellt wurden. Diese haben eine besonders hohe Effizienz von > 90% und einen geringen Polarisationsgrad von < 10%.

Die CO2M-Mission ist Teil des europäischen Copernicus-Programms. Sie ist eine von sechs Erweiterungsmissionen, die entwickelt wurden, um die Erdbeobachtungskapazitäten des Copernicus-Programms zu erweitern. Die Missionsreihe wird von der ESA im Auftrag der Europäischen Union umgesetzt.

 

Mehr Information

© Fraunhofer IOF
goVISCAN erfasst Vitalparameter ganz ohne Berührung – selbst bei Bewegung oder unter erschwerten Lichtbedingungen.

Ein neuer, kompakter Sensor erfasst Vitalparameter ganz ohne Berührung - selbst bei Bewegung oder unter erschwerten Lichtbedingungen. Das Fraunhofer IOF präsentiert den Vitalparameter-Sensor erstmals auf der W3+.

Das System vereint gleich zwei Kerntechnologien in einem kleinen Gerät: Eine Multispektralkamera bestehend aus einem monolithischen asphärischen Meniskus-Mikrolinsenarray aus Glas, welches neun spektrale Kanäle gleichzeitig erfasst. Ergänzt wird diese komplexe Kamera durch einen Echtzeit-3D-Sensor, der Kopfbewegungen erfasst und somit eine robuste Messung auch dann ermöglicht, wenn die Person sich bewegt.

Der Vitalsensor entstand im Forschungsbündnis »Advanced Multimodal Imaging« (AMI).

 

 

Entdecken Sie weitere Technologien des Fraunhofer IOF

© Fraunhofer IOF
Verschränkten Photonenpaarquelle mit Doppelstrahlteiler (150 x 150 x 50 mm³) für Weltraumanwendungen.

Weltraumtaugliche verschränkte Photonenpaarquelle 

Optomechanischer kompakter Prototyp einer Quelle für verschränkte Photonenpaare mit Doppelstrahl-Verschiebungsvorrichtung zur Verteilung von Verschränkungen von einem Satelliten in einer niedrigen Umlaufbahn (Low Earth Orbit; LEO). Der aktuelle Prototyp war Teil eines Weltraumqualifizierungsverfahren und wurde dort Vibrations- und TeVAC-Tests unterzogen. Im Test erreichte er im Rahmen des EU-Projekts QUDICE den Reifegrad TRL 5.

© Fraunhofer IOF
Optische Bodenstation auf dem Dach des dritten Forschungsgebäudes des Fraunhofer IOF.

Modell der optischen Bodenstation Jena

Platziert auf dem Neubau des Fraunhofer IOF ermöglicht die optische Bodenstation (Optical Ground Station; OGS) Forschung im Bereich der Laser- und Quantenkommunikation. Damit sollen bisherige Erkenntnisse aus der terrestrischen Quantenkommunikationsforschung für Anwendungen im Weltraum weiterentwickelt werden. Das eingebaute Spiegelteleskop hat einen Durchmesser von 80 cm und ist für den Bereich von 810 nm bis 1550 nm optimiert. Mit der optischen Bodenstation können optische Links zu Satelliten aufgebaut werden.

 

Quantentechnologien am Fraunhofer IOF 

Am Fraunhofer IOF wurde die erste Metaoberfläche mit einem Durchmesser von 30 cm realisiert (zum Vergleich eine Ein-Euro-Münze).
© Fraunhofer IOF
Am Fraunhofer IOF wurde die erste Metaoberfläche mit einem Durchmesser von 30 cm realisiert (zum Vergleich eine Ein-Euro-Münze).

Wafer-Level-Optik im 300-mm-Format

Die 300-mm-Wafer-Demo zeigt die hochpräzise Herstellung optischer Strukturen mittels Grayscale-Photolithographie und anschließender Polymer-on-Glass-Replikation. Durch die parallele Fertigung auf Wafer-Ebene lassen sich komplexe optische Module und Baugruppen besonders effizient und kostengünstig herstellen.

Der schnelle UV-Härtungsprozess ermöglicht kurze Zykluszeiten. Gleichzeitig erlaubt die Technologie großflächige Display-Anordnungen mit Diagonalen von bis zu etwa 10 Zoll.

 

Großformatiges dielektrisches Beugungsgitter

Das SBC-Gitter ist ein hochpräzises dielektrisches Beugungsgitter aus Quarzglas für Anwendungen in Reflexion oder Transmission. Mit einer möglichen Beugungseffizienz von über 99 % eignet es sich besonders für anspruchsvolle optische Systeme bei einer typischen Betriebswellenlänge von etwa 1 µm.

Neben binären Gitterprofilen sind kundenspezifische Profile, Materialien und Wellenlängen realisierbar. Substratgrößen von bis zu 292 × 150 mm² beziehungsweise 230 × 230 mm² ermöglichen auch großformatige Anwendungen. Auf Wunsch können die Gitter zudem mit besonders geringem Wellenfrontfehler ausgeführt werden.

 

Mehr zu mikro- und nanostrukturierten Optiken

Mitmachexponat Spektrale Kombination

Das Mitmachexponat veranschaulicht die spektrale Kombination mehrerer Laserstrahlen mithilfe eines Beugungsgitters. Die einzelnen Laser besitzen unterschiedliche Wellenlängen, die durch verschiedene Farben dargestellt werden. Durch die korrekte Ausrichtung am Gitter werden die Strahlen zu einem gemeinsamen Strahl kombiniert.

Das Exponat macht die Beugungseigenschaften optischer Gitter unmittelbar erfahrbar und zeigt, wie Gitter sowohl in Transmission als auch in Reflexion eingesetzt werden können.

© Fraunhofer IOF
MCVD-Faser-Vorformen

Preformen und strukturierte Glasstäbe

Das Exponat zeigt Preformen und Glasstäbe mit unterschiedlichen Strukturen, die durch verschiedene Herstellungsverfahren gefertigt wurden. Die ausgestellten Beispiele veranschaulichen die Vielfalt realisierbarer Vorformen und Herstellungsprozesse, darunter MCVD (Modified Chemical Vapor Deposition).

Sie bilden wichtige Ausgangselemente für die Herstellung spezialisierter optischer Fasern.

 

Laser- und Fasertechnologie am Fraunhofer IOF

Große laserstrahlgelötete N-LaK9 Linse

Im Rahmen eines von der ESA geförderten Projekts wurde eine laserbasierte Löttechnologie für das spannungsarme Kleben von großen Linsen (>100 mm Durchmesser) in Halterungen untersucht. Ziel des Projekts war es, die Grenzen herkömmlicher Klemm- und Klebetechniken in Bezug auf Belastung und Langzeitstabilität in harschen Umgebungen überwinden, indem ein anorganisch-metallisches Bindemittel und eine lokalisierte, laserbasierte Löttechnik mit minimaler Auswirkung, das sogenannte Solderjet Bumping (SJB), eingesetzt werden.

 

Opto-mechatronische Komponenten und Systeme

 

© Fraunhofer IOF
Optisches System bestehend aus einem Teleskop und Spektrometer für die DESIS-Mission.

Freiform-Spiegel

Ultrapräzise Freiform-Spiegel maßgeschneidert für Anwendungen in Forschung und Industrie. Einzigartig am Fraunhofer IOF ist die geschlossene Fertigungskette für die Entwicklung ultrapräziser Metalloptiken für spektrale Breitbandanwendungen auf Komponenten- und Systemebene im Bereich IR-NIR-VIS-UV-EUV. Optische Freiformen werden in Spiegelteleskopen und Spektrometersystemen eingesetzt. Für den Einsatz auf der Internationalen Raumstation ISS wurde beispielsweise das DLR-Instrument DESIS (Earth Sensing Imaging Spectrometer) entwickelt, das auf einem athermischen, freiform-basierten Drei-Spiegel-Anastigmat (TMA)-Teleskop und -Spektrometer basiert.

 

Präzisionsoptische Komponenten und Systeme am Fraunhofer IOF

Vorträge 

Besuchen Sie die Fachvorträge unserer Kolleginnen und Kollegen sowie des Institutsleiters im Rahmen der Messe und tauchen Sie so noch tiefer in die Optikforschung am Fraunhofer IOF ein. 

 

DeepTech made in Europe - Schlüsseltechnologien als Wachstumsmotor by OptoNet

11:40–12:00 Uhr | en-tech.talks - Halle 2 | Prof. Andreas Tünnermann (Institutsleiter Fraunhofer IOF)

Prospects for Photonics Technologies in the Defense Sector

Die „Zeitenwende“ erforderte in Deutschland und Europa ein Umdenken hinsichtlich der Bedeutung eigenständiger Verteidigungsfähigkeiten. In diesem Vortrag wird erörtert, inwieweit photonische Technologien zur Bewältigung neuer Bedrohungsszenarien beitragen können und welche Zukunftschancen sich daraus für die Photonikbranche ergeben.

 

Coatings for precision optical systems by Fraunhofer IOF

11:00–12:15 Uhr | en-tech.talks - Halle 2 | Dr. Sven Schröder (Abteilungsleiter Funktionale Oberflächen und Schichten)

Welcome and Introduction

 

11:05–11:15 Uhr | en-tech.talks - Halle 2 | Dr. Astrid Bingel (Gruppenleiterin Kunststoffoptik)

Overview and trends

Nanostrukturierte Antireflexbeschichtungen für Quantencomputing und Laseranwendungen

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

 

Dann kontaktieren Sie uns.

Wir freuen uns auf Ihre Anfragen über unsere:n Ansprechpartner:in oder unser Kontaktformular.

Fragen & Hinweise zur Messe

 

Mehr Informationen zum Fraunhofer IOF auf der W3+ in Jena finden Sie auch hier:

Optische Quantenforschung am Fraunhofer IOF

 

Erfahren Sie mehr über unsere Forschung zu Quantencomputing. Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch!